Schlafatemfrequenz bei Katzen: Was ist normal?

Deine Katze schläft entspannt neben dir. Doch plötzlich fällt dir auf, dass sich ihr Brustkorb ziemlich schnell bewegt. Ist das noch normal oder steckt vielleicht ein gesundheitliches Problem dahinter?

Die Schlafatemfrequenz lässt sich zu Hause leicht kontrollieren und kann dir dabei helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Wie hoch ist die normale Atemfrequenz einer Katze?

Bei einer entspannt schlafenden oder ruhig liegenden Katze liegt die Atemfrequenz häufig zwischen 15 und 30 Atemzügen pro Minute. Entscheidend ist, dass deine Katze wirklich entspannt ist und gerade weder schnurrt noch träumt, gestresst ist oder sich zuvor körperlich angestrengt hat.

Ein einzelner höherer Wert bedeutet noch nicht automatisch einen Notfall. Bleibt die Schlafatemfrequenz jedoch wiederholt erhöht oder steigt sie im Vergleich zu den üblichen Werten deiner Katze deutlich an, solltest du tierärztlichen Rat einholen.

So misst du die Schlafatemfrequenz richtig

Warte, bis deine Katze ruhig und entspannt schläft. Sie sollte dabei nicht schnurren.

Beobachte den Brustkorb oder den Bauch. Ein vollständiges Heben und Senken zählt als ein Atemzug.

Zähle die Atemzüge für 30 Sekunden und multipliziere das Ergebnis anschließend mit zwei.

Beispiel:

Du zählst in 30 Sekunden 12 Atemzüge.

12 × 2 = 24 Atemzüge pro Minute.

Alternativ kannst du direkt eine volle Minute lang zählen. Am besten notierst du den gemessenen Wert regelmäßig. So lernst du den persönlichen Normalwert deiner Katze kennen und bemerkst Veränderungen schneller.

Wann sollte ich aufmerksam werden?

Kontrolliere die Atemfrequenz erneut, wenn du mehr als 30 Atemzüge pro Minute gemessen hast. Warte dafür auf eine weitere ruhige Schlafphase.

Ist die Atemfrequenz wiederholt erhöht, steigt über mehrere Tage an oder liegt sie über 35 Atemzügen pro Minute, solltest du eine Tierarztpraxis kontaktieren. Bei Katzen mit einer bekannten Herz oder Lungenerkrankung kann die Tierärztin oder der Tierarzt einen individuellen Grenzwert festlegen.

Eine erhöhte Schlafatemfrequenz kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören unter anderem Schmerzen, Fieber, Blutarmut sowie Erkrankungen der Atemwege, der Lunge oder des Herzens. Der gemessene Wert allein stellt deshalb keine Diagnose dar.

Wann ist es ein Notfall?

Achte neben der Geschwindigkeit auch darauf, wie deine Katze atmet.

Fahre umgehend zu einer Tierarztpraxis oder Tierklinik, wenn deine Katze:

• mit geöffnetem Maul atmet
• sichtbar den Bauch beim Atmen einsetzt
• den Hals nach vorne streckt
• keine bequeme Liegeposition findet
• sehr blasse oder bläuliche Schleimhäute hat
• schwach wirkt oder zusammenbricht
• deutlich angestrengt, flach oder geräuschvoll atmet

Atemnot ist bei Katzen immer ernst zu nehmen. Versuche nicht, Atemprobleme mit Hausmitteln selbst zu behandeln. Halte deine Katze möglichst ruhig und organisiere sofort tierärztliche Hilfe.

Warum regelmäßiges Messen sinnvoll ist

Viele Katzen zeigen gesundheitliche Probleme erst spät deutlich. Wer den normalen Atemwert seiner Katze kennt, kann Veränderungen leichter erkennen.

Du kannst die Schlafatemfrequenz beispielsweise einmal pro Woche kontrollieren und notieren. Bei Katzen mit einer bekannten Herzerkrankung kann eine häufigere Kontrolle notwendig sein. Halte dich dabei an die Empfehlung deiner Tierarztpraxis.

Möchtest du im Notfall sicherer handeln?

Die Schlafatemfrequenz ist nur einer von mehreren wichtigen Vitalwerten.

Im KatzenErsthelfer Onlinekurs lernst du verständlich und Schritt für Schritt, wie du wichtige Warnzeichen erkennst, Vitalwerte kontrollierst und deine Katze bis zur tierärztlichen Versorgung sinnvoll unterstützt.

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Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Bei Atemproblemen oder Unsicherheit solltest du immer eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.

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